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Mobilität

Ohne Auto mobil

Die Wiener Linien erlauben es beinahe allen WienerInnen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln überall hinzukommen und damit auf das Auto zu verzichten.

So wohnen rund 96 % der WienerInnen im unmittelbaren Einzugsgebiet einer Haltestelle. Und fast alle Ziele im Versorgungsgebiet lassen sich bequem mit U-Bahn, Straßenbahn und Bus erreichen. Beispielsweise liegen 99 %aller Bildungseinrichtungen in der Nähe einer Haltestelle.

Öffis fahren – Energie und CO2 sparen

Der öffentliche Personennahverkehr in Wien weist nur knapp 6 Prozent des Energiebedarfs des gesamten motorisierten Verkehrs (inkl. Schwerverkehr) in Wien auf, und das bei annähernd gleichem Anteil des motorisierten Individualverkehrs (33 Prozent) und der Öffis (35 Prozent) am Modal Split. Wer sein Auto stehen lässt und Öffis fährt, senkt also seinen Energieverbrauch erheblich – und bessert damit auch seine persönliche CO2-Bilanz auf.

Der Hauptverursacher für Treibhausgasemissionen in Wien ist der Verkehr mit einem Anteil von 35 %. Die wichtigste Gegenmaßnahme im Bereich Personenverkehr ist die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs. Denn selbst bei einem sparsamen Pkw fallen die CO2-Emissionen pro Person und Kilometer deutlich höher aus als bei durchschnittlich besetzten Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen. So betragen nach Berechnungen des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) die spezifischen CO2-Emissionen eines Fahrgastes in einem durchschnittlich besetzten Linienbus weniger als ein Drittel der Emissionen eines Fahrgastes eines durchschnittlich besetzten Pkw. In der Verkehrsspitze betragen die CO2-Emissionen eines Linienbusses pro Fahrgast und Kilometer sogar nur etwa 6 % der vergleichbaren Pkw-Emission. Auch deshalb arbeiten die Wiener Linien intensiv daran, ihren Anteil am Modal Split zu halten und weiter zu erhöhen. So konnte in den letzten Jahren der Anteil des öffentlichen Nahverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen in Wien kontinuierlich gesteigert werden und erreichte im Jahr 2006 erstmals knapp 35 %. Dieser Aufwärtstrend hält weiter an. Mehr...

Öffentlichen Verkehr noch attraktiver machen

Der Anteil des ÖPNV am Wiener Modal Split ist im Vergleich zu anderen europäischen Großstädten führend. Die Modal Split-Ziele des aktuellen Masterplan Verkehr 2008 sehen bis 2020 die Steigerung des Anteils des öffentlichen Verkehrs auf 40 % (siehe Wiener Masterplan Verkehr 2003) vor. Um die dafür noch fehlenden 5 % zu realisieren, sind immer noch Anstrengungen erforderlich. Wir setzen hier auf eine weitere Attraktivierung des ÖPNV durch Ausbau des Nahverkehrsnetzes, Modernisierung der Fahrzeuge, Optimierung der Linienführung, barrierefreie Ausstattung von Stationen oder elektronische Fahrtanzeiger. Diese Maßnahmen sind im Nachhaltigkeitsbericht 2008 mit dem Themenschwerpunkt Möbilität ausführlich dargestellt.