Wiener Töchtertag

Die Wiener Stadtwerke beteiligen sich jedes Jahr am Wiener Töchtertag. Wir empfehlen eine frühzeitige Anmeldung, die Plätze sind sehr begehrt. www.toechtertag.at.

Kontakt

Konzernkommunikation:
Mag. Nicole Kassar
Konzernkommunikation
Tel. +43 (0) 1 531 23 – 73957

Fachfragen Nachhaltigkeit:
Dipl.-Ing. Isabella Kossina, MBA
Konzern-Nachhaltigkeits-
beauftragte
Tel.: +43 (0) 1 531 23-74090

Personelle Vielfalt

Die Wiener Stadtwerke leben die Unterschiedlichkeit von Lebens- und Berufserfahrung, von Sichtweisen und Werten. Diese Vielfalt ist für die Wiener Stadtwerke eine Bereicherung, denn sie steigert die Kompetenzen beispielsweise im Umgang mit den KundInnen. Gleichzeitig sind für die Wiener Stadtwerke Toleranz und Chancengleichheit wichtige ethische Werte. Der Konzern geht entschlossen gegen jede Form von Diskriminierung - sei es aufgrund des Geschlechts, der Herkunft, des Alters oder einer Beeinträchtigung - vor. Ebenso setzen sich die Wiener Stadtwerke aktiv für Integration und Chancengleichheit ein.

Gleichstellung und Antidiskriminierung

Einer der Grundfeste unserer Unternehmenskultur ist der Grundsatz der Gleichheit der Rechte aller Menschen. Jede benachteiligende Differenzierung von Personen oder Gruppen innerhalb einer Gemeinschaft, die ohne sachliche Rechtfertigung vorgenommen wird, wird als intolerabel abgelehnt.

Die Gründe für Diskriminierung in unserer Gesellschaft sind vielfältig, dazu zählen etwa Behinderung, Geschlecht, sexuelle Orientierung, ethnische Herkunft oder familiäre oder soziale Verhältnisse. Die Wiener Stadtwerke wenden sich energisch und aktiv gegen jede Form der Diskriminierung. In unserem Unternehmen werden Menschen gleicher fachlicher und persönlicher Qualifikation in Bezug auf Fortbildung und Personalentwicklung, Beschäftigungsbedingungen und Entlohnung gleichwertig behandelt. Diese Grundsätze haben wir in unserem Antidiskriminierungshandbuch niedergelegt. 

Vorbildfunktion der Führungskräfte

Damit Diskriminierung im Unternehmen auf keiner Ebene toleriert wird, müssen vor allem die Führungskräfte ihrer Vorbildfunktion nachkommen. Deshalb ist die Gleichstellung explizit Teil der Führungsgrundsätze:

„Bei der Behandlung der MitarbeiterInnen machen wir in unserem Unternehmen keine Unterschiede, unter anderem nicht aus Gründen des Geschlechts, der Religion und der Herkunft. Alle MitarbeiterInnen mit den gleichen erforderlichen Voraussetzungen haben die gleichen Chancen.“

Auszug aus den Führungsgrundsätzen der Wiener Stadtwerke

Gleichstellung von Männern und Frauen

Die Wiener Stadtwerke sehen die Gleichstellung von Frauen und Männern als unverzichtbaren Bestandteil ihrer Unternehmenskultur. So sind die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, um damit die Grundsätze von „Gender Mainstreaming“ und insbesondere die „Gleichstellung“ im täglichen Arbeitsablauf der Wiener Stadtwerke fest zu verankern.

Im Gleichstellungprogramm werden alle drei Jahre von der Stadt Wien unsere Ziele im Bereich der Frauenförderung festgelegt. Dazu gehören beispielsweise die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen oder der gleichwertige Zugang unserer weiblichen MitarbeiterInnen zu Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Wir motivieren insbesondere Frauen, sich für verantwortliche Positionen zu bewerben. Bei gleicher Qualifikation geben wir weiblichen BewerberInnen den Vorrang. Über unsere erzielten Ergebnisse berichten wir jährlich an unsere Eigentümerin, die Stadt Wien.

Auch die mit dem Betriebsrat geschlossene Betriebsvereinbarung zur Chancengleichheit bildet einen wichtigen Meilenstein für die Gleichstellung unserer MitarbeiterInnen.

Die Gleichbehandlungsbeauftragte der Wiener Stadtwerke überwacht die Umsetzung der Gleichstellung im Unternehmen. Sie ist unabhängig und weisungsfrei.

Mehr Frauen in Verantwortung

In vielen Geschäftsfeldern der Wiener Stadtwerke arbeiten traditionell mehr Männer als Frauen. Dies gilt vor allem für den handwerklichen Bereich, in dem rund 61 % der Belegschaft der Wiener Stadtwerke tätig ist. In den letzten Jahren konnte der Frauenanteil durch verschiedene Förderprogramme zwar erhöht werden, er liegt aber immer noch deutlich unter unseren angestrebten Zielen.

In den Vorstand der Wiener Stadtwerke sind derzeit eine Frau und drei Männer berufen (Frauenquote = 25 %). Im Management der ersten und zweiten Ebene konnte der Frauenanteil konzernweit von 18,1 % im Jahr 2011 über  19,2 % im Jahr 2013 auf nun 21,4 % im Jahr 2014 gesteigert werden. Für weitere Zahlenangaben zu Gleichstellung siehe Daten und Fakten.

 

Um den Frauenanteil im Unternehmen weiter zu heben, beteiligen sich die Wiener Stadtwerke regelmäßig am „Wiener Töchtertag“. Am Töchtertag 2014 nahmen bei den Wiener Stadtwerken 105 Mädchen teil (Vorjahr: 111). Mädchen sollen hier gezielt für technische Berufe begeistert werden. Als Beitrag zu Gleichbehandlung und Gender Mainstreaming legen wir besonderen Wert auf die Förderung weiblicher Lehrlinge im handwerklichen Bereich. Für ihr Engagement bei der Förderung weiblicher Lehrlinge wurden die Friedhöfe Wien mit dem Preis amaZone 2012 in der Kategorie Öffentliches und öffentlichkeitsnahes Unternehmen geehrt.

Zur Förderung der weiblichen (Nachwuchs-)Führungskräfte existieren neben dem konzernweiten INFRA-Brunch (Infrastruktur-Netzwerk-Frauen) auch in den Bereichsunternehmen verschiedene Angebote. Die Wiener Linien haben beispielsweise ein Frauennetzwerk gegründet und Wien Energie setzt auf (Netzwerk-)Kooperationen mit diversen Institutionen und Firmen zur Förderung von weiblichen Führungskräften und Mädchen im technischen Bereich. Die Wiener Netze haben Austausch und Vernetzung u.a. bei der Veranstaltung „Gender fair Recruiting“, organisiert von der Abteilung Genderkompetenz auf der TU, gepflegt.

Erfahrung älterer MitarbeiterInnen nutzen

Das Durchschnittsalter unserer Beschäftigten lag 2014 bei 42,5 Jahren. In den nächsten zehn Jahren werden gut 2.000 MitarbeiterInnen das Unternehmen altersbedingt verlassen. Unsere älteren MitarbeiterInnen sind aufgrund ihrer Erfahrung und ihres Wissens eine Bereicherung für uns. Um sie im Konzern zu halten, unternehmen wir verschiedene Maßnahmen zur Weiterqualifikation, Arbeitsorganisation und Gesundheitsförderung.

So haben wir schon vor einigen Jahren beim Fahrdienst der Wiener Linien eine Qualitätssicherung eingeführt, in der ältere FahrerInnen beschäftigt werden, die aus gesundheitlichen Gründen ihrer bisherigen Tätigkeit nicht mehr nachgehen können. Inzwischen wurde für alters- oder krankheitsbedingt dauerhaft dienstunfähige MitarbeiterInnen eine eigene Organisationseinheit gegründet. Dort werden diese MitarbeiterInnen wieder an neue Jobs, die ihrer leistungsgewandelten Situation entsprechen, herangeführt und, sofern notwendig, entsprechend vorbereitet und ausgebildet.

Außerdem wird bei den Wiener Linien als Pilotprojekt die Verschränkung des Einsatzes von MitarbeiterInnen der Werkstätte und des Betriebs umgesetzt. Man weiß aus branchengleichen Unternehmen, insbesondere aus Deutschland, dass eine „Durchmischung“ von Tätigkeiten gewisse Stressoren (Dauerbelastung, Monotonie, wenig Kontakt zu KollegInnen und Führungskraft etc.) reduziert und somit einen Beitrag zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit darstellt.

Energiecomfort wiederum nutzt die Erfahrung und das Knowhow älterer MitarbeiterInnen im Zuge des Projektmanagements. Dabei wird besonders darauf geachtet, dass in die Projektteams immer langjährige bzw. ältere MitarbeiterInnen nominiert werden.

Menschen mit Behinderung besser einbinden

Ab einer Betriebsgröße von 25 Beschäftigten haben ArbeitgeberInnen eine Behindertenquote von mindestens 4 % zu erfüllen. Unternehmen, welche dieser Beschäftigungspflicht nicht oder nur unzureichend nachkommen, müssen für jeden nicht besetzten Platz eine Ausgleichstaxe an das Bundesministerium für Soziales und KonsumentInnenschutz zahlen.

Die Wiener Stadtwerke sind bestrebt, Menschen mit Behinderungen den Zugang zur Beschäftigung zu ermöglichen. Jedoch ist es uns aufgrund tätigkeitsbezogener Gesundheitsanforderungen nur teilweise möglich, Menschen mit besonderen Bedürfnissen zu beschäftigen. Auf Initiative der Wiener Linien wurden die Tauglichkeitsbestimmungen für die Bediensteten des Fahrdienstes der Straßenbahn und U-Bahn sowie für StationswartInnen geändert. Nun wird nicht mehr pauschal auf einen bestimmten Grad der Behinderung abgestellt, sondern individuell aufgrund der Art der Behinderung bewertet. Zudem sind wir auch bestrebt, die Weiterbeschäftigung von MitarbeiterInnen mit eingetretenen gesundheitlichen Einschränkungen möglichst sicherzustellen, wodurch manche potenziell für Menschen mit Behinderungen geeignete Tätigkeiten durch ältere MitarbeiterInnen ausgeübt werden.

Im Zusammenhang mit der Integration von Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen in der Arbeitswelt wurde den Vorgängergesellschaften der Wiener Netze sowie den Wiener Linien die Auszeichnung „Daumen Hoch“ verliehen.

Im Energiebereich besteht seit 2006 eine Kooperation mit dem Bundes-Blindenerziehungsinstitut, um SchülerInnen auf den späteren Berufseinstieg vorzubereiten. Neben den zwei fix angestellten MitarbeiterInnen mit Sehbehinderung kommen während der Schulzeit abwechselnd SchülerInnen zu einer vierwöchigen Praxisausbildung in die Telefonzentrale der Wien Energie. Zusätzlich wird seit 2014 jeweils einer/m SchülerIn im Zuge eines Patenschaftsprojekts ein Praktikum für ein Jahr ermöglicht. Für diese Aufgaben stehen drei Braille-Arbeitsplätze und ein Vergrößerungsprogramm zur Verfügung.

Kulturelle Vielfalt

In unserem Unternehmen arbeiten zahlreiche Menschen, die selbst oder deren Familien aus anderen Ländern stammen. Daten zum Migrationshintergrund werden in unserem Unternehmen nicht systematisch erhoben, da sie kein Auswahl- oder Bewertungskriterium darstellen. Wichtig sind für uns die Kompetenzen, die unsere MitarbeiterInnen mitbringen, wie etwa das Beherrschen einer Fremdsprache.

Ein nicht unbeachtlicher Anteil der MitarbeiterInnen der Wiener Lokalbahnen Verkehrsdienste und Friedhöfe Wien hat einen Migrationshintergrund und ist daher auch mehrsprachig und auch die Wiener Linien beschäftigen mehrsprachige MitarbeiterInnen.

So mehrsprachig sind unsere MitarbeiterInnen bei den Wiener Linien (v.l.n.r.): U-Bahn-Lenkerin Dam My Trinh (Chinesisch), Bim-Fahrer Jon Zoki (Rumänisch), Bus-Lenker Hakan Pollat (Türkisch), Bus-Lenker William Ndombasi (Portugiesisch), Teamleiter bei der Straßenbahn, Thomas Frühstück (Polnisch), Teamleiter im Sektor-Süd/Bahnhof Favoriten sowie Expeditor und Verkehrsführer, Stationswartin Chandrmani Rechar (Hindi).