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Frauenförderung
Mehr Frauen in Verantwortung
In vielen Geschäftsfeldern der Wiener Stadtwerke arbeiten traditionell mehr Männer als Frauen. Dies gilt vor allem für den handwerklichen Bereich, in dem rund zwei Drittel der Belegschaft der Wiener Stadtwerke tätig sind. In den letzten Jahren konnte der Frauenanteil durch verschiedene Förderprogramme zwar erhöht werden, er liegt aber immer noch deutlich unter unseren angestrebten Zielen.
Die Tabelle gibt einen Überblick über den Frauenanteil im kaufmännischen sowie im handwerklichen Bereich.
Frauenanteil bei Beschäftigten und Neuaufnahmen
Frauenanteil | 2009 | 2008 | 2007 |
bei allen Beschäftigten gesamt | 16,1% | 15,8% | 15,0% |
bei allen Beschäftigten im kaufmännischen Bereich | 30,4% | 30,3% | 29,3% |
bei allen Beschäftigten im handwerklichen Bereich | 8,3% | 8,0% | 7,3% |
bei Neuaufnahmen [Anzahl Neuaufnahmen] | 22,2% [1.301]
| 20,6% [1.267]
| 20,8% [779] |
* KarenzurlauberInnen, Präsenzdiener, Lehrlinge
Auch auf Führungsebene wollen wir den Anteil der Frauen weiter ausbauen. Im vierköpfigen Vorstand der Wiener Stadtwerke sind Frauen und Männer in gleichen Anteilen vertreten. Im Management der ersten und zweiten Ebene beträgt der Frauenanteil 17,1 Prozent (Vorjahr 12,4 Prozent).
Die Gleichbehandlungsbeauftragte bietet gemeinsam mit den Kontaktfrauen persönliche Beratung und Hilfe am Arbeitsplatz an.
Um den Frauenanteil im Unternehmen weiter zu heben, beteiligen sich die Wiener Stadtwerke regelmäßig am „Wiener Töchtertag“ – so nahmen im letzten Jahr 156 Mädchen bei den Wiener Stadtwerken teil, mehr als im Vorjahr. Mädchen sollen hier gezielt für technische Berufe interessiert werden. Als Beitrag zu Gleichbehandlung und Gender Mainstreaming legen wir besonderen Wert auf die Förderung weiblicher Lehrlinge im handwerklichen Bereich. Außerdem motivieren wir insbesondere Frauen, sich für verantwortliche Positionen zu bewerben. Bei gleicher Qualifikation wird bei der Bewerbung in Entsprechung der gesetzlichen Quotenregelung und gemäß dem Frauenförderungsplan der Stadt Wien Frauen der Vorzug gegeben.
Frauenförderungsplan und Betriebsvereinbarung Chancengleichheit
Um Frauen bei den Wiener Stadtwerken zu fördern, haben wir verschiedene Maßnahmen umgesetzt. So wurde für die Gemeindebediensteten ein Frauenförderungsplan mit zehn übergeordneten Zielen entwickelt. Dazu gehören unter anderem
- die Anerkennung der Frauen als gleichberechtigte Partnerinnen in der Berufswelt
- die Chancengleichheit für Frauen und Männer bei allen Bildungs- und Förderungsmöglichkeiten
- ein erhöhter Frauenanteil in Führungspositionen
- ein strategisches Vorgehen zur Optimierung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Der Frauenförderungsplan sieht weiters Maßnahmen wie Förderung der Teilnahme weiblicher Bediensteter an Führungskräfte-Lehrgängen, das Anbieten eines Seminars für WiedereinsteigerInnen oder die Schaffung von Betriebskindergärten in Dienststellennähe für BeamtInnen und Vertragsbedienstete vor. Er wird alle sechs Jahre neu erlassen und jeweils alle drei Jahre der aktuellen Entwicklung angepasst.
Für die Kollektivvertragbediensteten wurde 2003 mit dem Betriebsrat eine Vereinbarung zur Chancengleichheit geschlossen. Auch sie enthält eindeutige Gebote zur Gleichbehandlung und Förderung von Frauen. Dass bisher kein konzernübergreifender Frauenförderungsplan existiert, hängt ausschließlich mit den verschiedenen Dienst- und Vertragsverhältnissen zusammen.

