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Arbeitssicherheit
Sicher am Arbeitsplatz
Jeder Unfall ist ein Unfall zu viel. Darum Unternehmen die Wiener Stadtwerke alles, um allfällige Risiken für die Beschäftigten zu minimieren.
Die Wiener Stadtwerke halten sich an alle gesetzlichen Bestimmungen zur Arbeitssicherheit und ergänzen sie darüber hinaus durch eigene Maßnahmen und Vorschriften. Das bedeutet unter anderem, dass in jedem Konzernunternehmen Sicherheitsfachleute arbeiten. Ein konzernübergreifender Arbeitskreis der Sicherheitsfachleute – „SI-Plattform“ – trifft sich zweimal jährlich zum Erfahrungsaustausch.
Ein gesetzlich vorgeschriebenes System erfasst und meldet „Beinahe-Unfälle“ bei den Wiener Stadtwerken. ArbeitsmedizinerInnen und Sicherheitsfachkräfte untersuchen gemeinsam jeden einzelnen Fall, ermitteln die Ursachen und entwickeln darauf aufbauend Strategien und Maßnahmen zur zukünftigen Vermeidung. Gesetzliche Vorschriften und Novellen zum Thema Sicherheit werden regelmäßig an die MitarbeiterInnen kommuniziert. Wichtige Informationen – etwa die Pandemiepläne der Konzernunternehmen – sind jederzeit aktuell im Intranet abrufbar.
Tätigkeitsspezifische Sicherheitsmaßnahmen
Für bestimmte Tätigkeiten werden spezifische Maßnahmen durchgeführt. Dazu gehören:
- Höhentauglichkeitsuntersuchungen bei MitarbeiterInnen, die Arbeiten auf Dächern, Masten und Kränen zu verrichten haben.
- Fahrsicherheitstrainings für unsere FahrerInnen der Wiener Linien.
- Brandschutzübungen auf dem eigens errichteten Brandübungsplatz in der Dienststelle Simmering.
Kennzahlen zur Arbeitssicherheit
Das hohe Niveau der Arbeitssicherheit lässt sich auch in Zahlen ausdrücken. So gab es in den letzten sechs Jahren keinen einzigen Arbeitsunfall mit tödlichem Ausgang. Die arbeitsunfallbedingte Abwesenheit ist seit Jahren mit Werten unter einem Ausfalltag konstant niedrig. Die arbeitsunfallbedingte Abwesenheit gibt die Anzahl der Tage an, die einE BeschäftigteR durchschnittlich in einem Jahr unfallbedingt gefehlt hat und ist ein Maß für die Häufigkeit und Schwere der Unfälle.
Unzufrieden sind wir allerdings mit der Entwicklung der Arbeitsunfälle. Aufgrund des Anstieges der Unfallrate gegenüber dem Vorjahr werden wir uns in 2010 diesem Thema mit besonderer Aufmerksamkeit widmen.
Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit
In Zukunft wollen wir unser Sicherheitsmanagement noch stärker als bisher an internationalen Standards wie OHSAS 18001 ausrichten. OHSAS steht für „Occupational Health and Safety Assessment Series". Dabei handelt es sich um ein weltweit anerkanntes System zur Optimierung der Arbeitssicherheit. Bei den Wiener Linien, der Wiener Lokalbahnen AG und der Wiener Lokalbahnen Cargo GmbH, der Abfallverbrennungsanlage Simmeringer Haide und der Müllverbrennungsanlage Flötzersteig wurde bereits ein Sicherheits- und Gesundheitsmanagement nach OHSAS 18001 eingeführt. In 2009 wurde ein entprechendes Managementsystem in der Müllverbrennungsanlage Spittelau und den Fernheizwerken Kagran, Arsenal, Leopoldau und Inzersdorf (alle Wien Energie Fernwärme) eingeführt. Für 2010 ist dies bei den Wiener Lokalbahnen Verkehrsdienste GmbH und den Wiener Lokalbahnen Busbetrieb GmbH vorgesehen. Eine Übersicht finden Sie auf unserer Seite zu Managementsystemen.
Bei zertifizierten Sicherheits- oder Integrierten Managementsystemen ist die elektronische Dokumentation und Auswertung von Beinahe-Unfällen Standard. So wurde etwa bei Wien Energie Fernwärme nach dem Standort Simmeringer Haide 2009 auch in den Müllverbrennungsanlagen Spittelau und Flötzersteig im Rahmen des Integrierten Managementsystems das elektronische Near-Miss-System zum systematischen Umgang mit Beinahe-Unfällen eingeführt.

