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Kulturgüter
Architektonisch und kulturell wertvolle Bauwerke
Im Besitz der Wiener Stadtwerke sind einige der bedeutendsten Bauten Wiens, wie etwa die Bahnhöfe und Brücken der Wiener Stadtbahn, die Müllverbrennungsanlage Spittelau und das Umspannwerk Favoriten.
Diese Kulturgüter werden von uns, zum Teil mit einem erheblichen finanziellen Aufwand, behutsam gepflegt und Instand gehalten. Dabei sind auch die unterschiedlichen Anforderungen seitens des Denkmalschutzes und der Barrierefreiheit in Einklang zu bringen.
Die Wiener Stadtbahn – ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk
Die Wiener Stadtbahn gehört zu den bedeutendsten Verkehrsbauten des 19. Jahrhunderts. Sie ist das einzige Bauwerk dieser Art und Ausdehnung, das nach einem einheitlichen Gestaltungsprinzip konzipiert ist und Stationen, Hochstrecken und Brücken umfasst. Entworfen wurden diese von Otto Wagner, einem der einflussreichsten Architekten und Städtebauer der damaligen Zeit. Er entwarf ungewöhnlich geformte Haltestellen im Jugendstil: einen Grundtypus für Hochbahnstationen und einen für Tiefbahnstationen. Beide ließen sich flexibel an die Erfordernisse der Streckenführung anpassen. Ausführliche Hintergründe mit zahlreichen Abbildungen finden sich unter www.ottowagner-stadtbahn.at
Der überwiegende Teil der Stationen Otto Wagners ist bis heute in den regulären U- und S-Bahn-Betrieb integriert. Dafür wurden sie von uns generalsaniert und behutsam an die modernen Anforderungen (Sicherheit, Barrierefreiheit, Fahrgastzahlen) angepasst. Die Stationen werden laufend mit Unterstützung des Bundesdenkmalamtes Instand gehalten und zum Teil restauriert. Hierfür erhielten wir auch schon höchstes Lob von der Landeskonservatorin:
„Das Bundesdenkmalamt bezieht sich auf Projekte, die während der letzten Jahre bearbeitet wurden wie die Instandsetzung der Zierkränze auf der Brücke über die Wienzeile beim Gumpendorfer Gürtel sowie die Fassadeninstandsetzungen bei den Stationen Michelbeuern und Währinger Straße und stellt dazu fest, dass die technisch und konservatorisch einwandfreien Vorarbeiten durch die dortigen Referenten nicht nur Subventionen aus Denkmalpflegemitteln des Bundes beanspruchen konnten, sondern auch die Leistungserbringung auf hohem Qualitätsniveau erfolgte. Die Abgleichung der Forderung nach Barrierefreiheit mit der Bewahrung des überkommenen Erscheinungsbildes bei der Station Gumpendorfer Straße verdient ebenfalls gewürdigt zu werden. Die Wiener Linien leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Pflege des kulturellen Erbes der Stadt Wien.“
Die Landeskonservatorin Hofrätin Dr. Barbara Neubauer (am 11. Jänner 2007)
Das Prinzip der Einzigartigkeit und Einheitlichkeit der Stationen und Brücken wurde später auf die Architektur der U-Bahn übertragen. Im Jahr 1970 haben zwei Architektenteams die Ausschreibung der Wiener Linien gewonnen und als „Architektengruppe U-Bahn“ 28 Stationen der U1 und U4 gestaltet. Diese bestimmen bis heute das Bild des Grundnetzes. Die Linie U1 wurde 1977 sogar in New York vom Cooper-Hewitt-Museum im Rahmen der Ausstellung „Untergrundbahnen der Welt“ präsentiert.
Das Wiener Straßenbahnmuseum
Die Geschichte des öffentlichen Verkehrs in Wien wird im weltweit größten Straßenbahnmuseum dokumentiert. Historisch und technisch wertvolle Originalstraßenbahnen und Busse laden zur Zeitreise durch die Geschichte des Österreichischen Personennahverkehrs ein. Aktuell umfasst die Ausstellung 96 Schienenfahrzeuge, 2 nicht-schienengebundene Hilfsfahrzeuge und 7 Autobusse. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Wiener Linien.
Die Spittelau: Hundertwassers Symbiose von Technik und Kunst
„Technologie und Kunst können sich harmonisch ergänzen. Unsere Abfallbehandlungsanlage in der Spittelau ist der beste Beweis dafür.“
Dr. Erich Haider, Vorsitzender der Geschäftsführung von Wien Energie Fernwärme (seit 1.3.2009 im Ruhestand)
Die Müllverbrennungsanlage Spittelau ist ein Beispiel für eine harmonische Symbiose von Technik, Ökologie und Kunst. Nach einem Großbrand 1987 musste die Anlage wieder aufgebaut werden. Dabei wurde sie mit einer damals hochmodernen Entstickungs- und Dioxinzerstörungsanlage ausgerüstet. Zugleich präsentierte der der in Wien geborene Künstler Friedensreich Hundertwasser (1928 - 2000) sein einzigartiges Konzept für die völlig neuartige Gestaltung eines Industriebauwerks. Ihre einzigartige Fassade hat die Spittelau zu einem markanten Teil des Stadtbildes gemacht und hat auch international für Aufsehen gesorgt.
Die von Friedensreich Hundertwasser gestaltete Müllverbrennungsanlage war zugleich der Anfang unseres Engagements in der Kunst- und Kulturszene. Im Foyer der Unternehmenszentrale von Wien Energie Fernwärme organisieren wir seither in enger Zusammenarbeit mit renommierten KünstlerInnen regelmäßig Ausstellungen. Für die aktuelle Reihe „Heiß und Kalt“ setzen sich die KünstlerInnen mit dem Unternehmen, seinen MitarbeiterInnen oder seinen Räumlichkeiten auseinander. Welche Ausstellung gerade zu sehen ist, finden Sie auf den Kunst&Kultur-Seiten von Wien Energie Fernwärme.
Weiters findet hier auch regelmäßig die Gratisbuch-Aktion „Eine STADT. Ein BUCH.“ statt. Hier lesen literarische Größen wie u. a. Literatur-Nobelpreisträger Imre Kertész oder im November 2008 die Trägerin des diesjährigen Frauenpreises der Stadt Wien, Prof. Dr. Ruth Klüger, aus ihrem autobiografischen Roman „weiter leben. Eine Jugend“. Mehr dazu auf den Seiten von einestadteinbuch.at
Das Umspannwerk Favoriten – eine architektonische Meisterleistung
Auch das Umspannwerk in Favoriten gehört zu den herausragenden Bauwerken der Wiener Stadtwerke. Das vom Architektenpaar Eugen Kastner und Fritz Waage von 1928 bis 1931 errichtete Gebäude gilt bis heute als architektonische Meisterleistung.
„Das Umspannwerk repräsentiert … eine Zeitstimmung, die selbstbewusst die Errungenschaften einer im sozialen und technischen Aufbau befindlichen Großstadt, der modernen Industriegesellschaft schlechthin demonstriert. Die dabei benützten monumentalisierenden Kuben und Zylinder, Quader und auskragenden ‚Kommandobrücken’, also die insgesamt gegebene ‚Maschinenästhetik’, sind eine beachtliche Verbindung expressiver und ‚sachlicher’ Tendenzen. Die schwierige Vorgabe des dreieckigen Grundstücks scheint diese Form der Kreativität geradezu beflügelt zu haben.“
Mehr dazu auf den Seiten des Architekturzentrum Wien
Weltweit erstes Bestattungsmuseum
Die Bestattung Wien betreibt das weltweit erste Bestattungsmuseum. 1967 gegründet, wurde es 1987 neu konzipiert. Mit rund 1.000 Objekten bietet es einen einzigartigen Gesamtüberblick über Totenkult und Bestattungsrituale. Die Bestattung Wien sieht die Brauchtumspflege und die Erhaltung typisch österreichischer Kulturgüter als ganz besondere gesellschaftliche Verantwortung an. Deshalb hat sie sich beispielsweise an der Renovierung des Friedhof Hernals und der Kapuzinergruft sowie an der Restauration von Büchern der österreichischen Nationalbibliothek beteiligt.








