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Materialien der Wiener Stadtwerke zur Nachhaltigen Entwicklung:

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Wasser

Unsere Wasserbilanz

Wien hat zwar das Glück, dass für die Stadt aufgrund ihrer geographischen Lage bereits vor 100 Jahren mit der Hochwasserleitung ein System errichtet werden konnte, das eine eigene kostengünstige Versorgung mit qualitativ hochwertigen Wasser ermöglichte. Dennoch ist der Wasserverbrauch in Wien mittlerweile so stark gestiegen, dass zusätzlich Grundwasser zur Wasserversorgung mit herangezogen werden muss. Daher ergreifen auch wir immer wieder Maßnahmen, um unseren Wasserverbrauch zu reduzieren.

Vor allem für die Kühlung unserer Kraftwerke benötigen wir große Mengen an Flusswasser. Dieses entnehmen wir dem Donaukanal bzw. der Donau. Das Flusswasser wird gereinigt, zur Kühlung eingesetzt und anschließend wieder in den Fluss zurückgeleitet. Dabei halten wir selbstverständlich die vorgeschriebenen Grenzwerte ein.

Das für die Kraftwerkskühlung aus der Donau entnommene Wasser hat mit 99 Prozent den mit Abstand größten Anteil an unseren gesamten Wasserentnahmen. Dies verdeutlicht die Frischwasserbilanz der vergangenen Jahre. Die in den Fluss zurückgeleiteten Wassermengen sind hier nicht als Abwasser aufgeführt.

Wasserbilanz der Wiener Stadtwerke

Bei den in der Wasserbilanz aufgeführten Brunnen handelt es sich vor allem um betriebseigene Brunnen von Wien Energie. Das aus ihnen entnommene Nutzwasser wird unter anderem für die Sanierung von Altlasten an den Standorten Leopoldau und Simmering verwendet. Auch die Wiener Linien benutzen in geringem Umfang Frischwasser aus betriebseigenen Brunnen. Das in den Verwaltungsgebäuden der Wiener Stadtwerke und den Werkstätten der Wiener Linien eingesetzte Wasser stammt dagegen überwiegend aus dem öffentlichen Netz.

Wasser in 1.000 Kubikmeter

2010

2009/2010

+/-

2009
2008/2009

+/-

2008
2007/2008

+/-

2007
2006/2007

Wasserentnahme
aus Brunnen in 1000m3

2.548

-10,3%

2.841

-11,4%

3.205

+10,4%

2.904

Wasserentnahme
aus Netz in 1000 m3

790

-29,6%

1.122

+82,0%

617

+0,8%

612

Flusswasser
(Kühlwasser) in 1000m3

384.032

+45,9%

263.178

+17,9%

223.151

+9,2%

204.268

Abwasser in
Kanalisation in 1000m3

265

-43,0%

466

+2,3%

455

+17,3%

388

Abwasser Direkteinleitung in 1000m3

218

-67,3%

665

+187,8

231

-10,8%

259

Der Winter 2006/2007 war überdurchschnittlich warm. Infolge des geringeren Wärmebedarfes (KWK-Erzeugung) und der Preissituation am Großhandelsstrommarkt war die Erzeugung in den eigenen kalorischen Kraftwerken entsprechend geringer. Dies schlug sich auch in den geringeren Mengen entnommenen Kühlwassers nieder. In 2008 wurde die Erzeugung in den eigenen kalorischen Kraftwerken um knapp 17 % erhöht, was sich in einer Zunahme der entnommenen Kühlwasser- resp. der eingeleiteten Abwasservolumina niederschlägt.

Die Veränderungen von 2008 auf 2009 sind im wesentlichen auf  das Hinzukommen der Friedhöfe Wien (Trinkwasser)  und die Inbetriebnahme des neuen Kraftwerkblocks Simmering 1 (Flusswasser, Trinkwasser im Sanitärbereich) zurück zu führen.

Wassersparmaßnahmen am Beispiel der Wiener Linien

Wir bemühen uns, durch eine ganze Reihe von Maßnahmen unsere Wasserentnahmen sowie den Abwasseranfall so gering wie möglich zu halten. Beispielhaft seien hier einige Maßnahmen der Wiener Linien genannt:

  • Durch den Einsatz von Wasserspararmaturen und wasserlosen Urinalen konnte der Wasserverbrauch innerhalb des Zeitraums von 2002 bis 2008 um 40 % gesenkt werden.
  • Rund die Hälfte aller Waschanlagen sind mit Wasseraufbereitungsanlagen ausgestattet. Bis zum Jahr 2013 wird die Umrüstung komplett abgeschlossen sein.
  • Am Bahnhof Wasserleitungswiese werden die Fahrzeuge mit Nutzwasser aus eigenem Brunnen gereinigt. Das spart wertvolles Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz.