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Dipl.-Ing. Isabella Kossina, MBA
Konzern-Nachhaltigkeits-
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Aufgaben, Ideen, Ergebnisse 2009

Natur & Landschaft

Mit Rücksicht auf die Natur

Beim Bau von Gleisen für Straßenbahn und U-Bahn sowie bei der Verlegung von Leitungen für Strom, Gas und Fernwärme greift man immer ein Stück weit in die Natur ein. Allerdings sehen wir zahlreiche Möglichkeiten, auch im Kleinen die Natur und Landschaft zu schützen.

Beispielsweise haben wir viele Bahnhöfe mit vogelschlagsicheren Verglasungen ausgestattet. Diese sind mit hellgrauen Horizontalstreifen versehen, die von Vögeln besser erkannt werden. Die meist tödlichen Kollisionen sollen so vermieden werden. Auf Baustellen benutzen wir insektenfreundliche Metalldampflampen. Diese locken auch Schmetterlinge weniger stark an als herkömmliche Baustellenbeleuchtungen.

Foto: Storchennest in Himberg
Storchennest in Himberg

Brutplätze für Buschbrüter und Störche

Zum Schutz der Vögel am Stadlauer Friedhof haben wir am Rand der künftigen U-Bahn-Trasse zum Beispiel Schlehe, Weißdorn und Heckenrose angepflanzt, die sich aufgrund ihrer Dichte und Ausdehnung als Brutplatz für den Neuntöter und andere Buschbrüter eignen.

In Himberg hatten wir zudem gemeinsam mit der Gemeinde die Idee, einen nicht mehr benötigten Mast stehen zu lassen und für Störche nutzbar zu machen. Die bisherige Freileitung war durch unterirdisch verlegte Kabel überflüssig geworden. Weil Storchennester allerdings bis zu 800 Kilogramm - also bald eine Tonne - wiegen, haben wir den Mast vorsichtshalber entsprechend verstärken lassen.

Sanierung von Altlasten

Die Wiener Stadtwerke wollen sorgsam mit der Ressource Boden umgehen. Aus Fehlern der Vergangenheit haben wir gelernt und sanieren die von Verunreinigung betroffenen Grundstücke. 2006 konnten wir etwa die Sanierung des ehemaligen Standortes des Wiener Gaswerks Leopoldau abschließen, 2007 die der Altlast Haswellgasse – eine ehemalige Deponie – in Maria Enzersdorf.

Aktuell kümmern wir uns um eine Altlast auf dem Betriebsgrundstück Simmering. Vor allem durch Bombentreffer im Zweiten Weltkrieg gelangten dort gelagerte Nebenprodukte aus der Zeit der Gasversorgung mit „Stadtgas“ in Boden und Grundwasser. Den Anfang der Sanierung haben wir bereits 2006 gemacht. 2010 soll der technisch aufwendige Prozess abgeschlossen sein.

Eine Liste der bekannten Altlasten Wiens finden Sie beim Umweltbundesamt.

Umweltrelevante Vorkommnisse (Unfälle, Störfälle)

Umweltrelevante Vorkommnisse werden derzeit im Konzern nicht systematisch erfasst. Einzelne Konzernunternehmen berichten zu diesem Thema, wie Wien Energie Fernwärme:

„Alle Umweltauflagen wurden eingehalten und Wien Energie Fernwärme wurde in keinem Fall wegen Überschreitungen von den relevanten Behörden belangt.“

Die ursprünglich für 2009 geplante systematische Erfassung und Dokumentation aller umweltrelevanten Vorkommnisse wurde auf Wunsch der Konzernbereiche verschoben.