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Aufgaben, Ideen, Ergebnisse 2009

Wien

Wie Wien das Klima schützt

Bereits vor der Verabschiedung der nationalen Klimastrategie hat die Stadt Wien im Jahr 1999 ihr eigenes Klimaschutzprogramm KliP entwickelt - und arbeitet seither engagiert an dessen Umsetzung. Bei diesem Programm tragen die Wiener Stadtwerke als regionaler Versorger eine ganz besondere Verantwortung.

Vor dem Hintergrund internationaler Diskussionen und Abkommen hat sich die Stadt Wien bereits 1999 auf ein ehrgeiziges Klimaschutzprogramm verpflichtet. Ziel von KliP ist es, die Emissionen an Treibhausgasen – vor allem an fossilem Kohlendioxid (CO2) – deutlich zu reduzieren. Im Einzelnen sollen bis 2010 die folgenden Einsparungen erreicht werden:

  • Minus 14 Prozent bei den CO2-Emissionen gegenüber dem Wert von 1990
  • Minus 26 Prozent bei den CO2-Emissionen im Vergleich zum prognostizierten Wert für das Jahr 2010
  • Minus 22 Prozent bei den Pro-Kopf-CO2-Emissionen gegenüber 1987
  • Minus 1,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten

 

Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung und des Fernwärmenetzes

Ein wesentliches Handlungsfeld beim Erreichen dieser geplanten CO2-Einsparungen ist die Strom- und Fernwärmeerzeugung. Hier soll der Bedarf zunehmend durch Kraft-Wärme-Kopplung, Ausbau des Fernwärmenetzes, erneuerbare Energieträger und durch Abwärme der Industrie gedeckt werden. Mehr zur Klimabilanz und zur Energieerzeugung der Wiener Stadtwerke erfahren Sie hier.

Senkung des Energieverbrauchs

Weitere wesentliche Handlungsfelder beziehen sich auf die Senkung des Energieverbrauchs – zum Beispiel durch umweltfreundliches Bauen und nachträgliche Wärmedämmung. Momentan sind die Wiener Haushalte für rund 29 Prozent aller CO2-Emissionen in Wien verantwortlich – es lohnt sich also, hier anzusetzen. Die Wiener Stadtwerke tragen dazu unter anderem bei, in dem sie im Zeitraum von 1995 bis 2010 rund 180.000 zusätzliche Wohnungen an die Fernwärmeversorgung anschließen und indem sie ihren KundInnen helfen, mittels Contracting noch mehr Energie zu sparen. Mehr dazu hier.

Ein wesentlicher Handlungsbereich bei der Einsparung von CO2-Emissionen in Wien ist auch der Verkehr. Hier sind die Emissionen in der Vergangenheit am stärksten angestiegen. Das Klimaschutzprogramm der Stadt Wien versucht, diesem Trend durch eine ganze Reihe von Maßnahmen entgegenzuwirken. Dazu gehört auch die Steigerung des Anteils des öffentlichen Verkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen. Bis 2010 soll dessen Anteil an allen zurückgelegten Wegen von 37 Prozent auf 43 Prozent ansteigen. Darüber hinaus soll auch der im Vergleich zum motorisierten Individualverkehr niedrige Energieverbrauch der öffentlichen Verkehrsmittel weiter gesenkt werden. Laut Masterplan Verkehr 2003 und dessen Aktualisierung im Jahr 2008 soll der Anteil des ÖPNV am gesamten Verkehrsaufkommen auf 40 % bis zum Jahr 2020 gesteigert werden. Mehr dazu auf unserer Seite zum Modal Split.

Erfolgreiche CO2-Einsparungen durch KliP

Die Evaluierung des KliP (Stand Dezember 2008) hat die in der Tabelle dargestellten Treibhausgasminderungen in Wien aufgrund technischer Maßnahmen ergeben. Die Wiener Stadtwerke haben hieran einen gewichtigen Anteil, wie die hervorgehobenen Maßnahmen und Zahlen zeigen.

Durch technische Maßnahmen des KliP vermiedene Treibhausgasemissionen

Maßnahme

Vermeidung von
CO2-Äquivalent [t]
Stand Ende 2007

Ausbau der und Effizienzsteigerung in der Fernwärme

1.400.000

Ausbau des Öffentlichen Verkehrs

120.000

Wärmedämmung in der geförderten Wohnbausanierung

250.000

Höherer Wärmeschutzstandard im geförderten Neubau

43.000

Errichtung und Betrieb von Donaustadt 3
(mit Wirkungsgrad 82 %)

330.000

Errichtung und Betrieb von solarthermischen Anlagen

2.600

Verbot von F-Gasen im geförderten Wohnbau
(Sanierung + Neubau)

500.000

Errichtung und Betrieb von Ökostromanlagen

268.000

Summe

2.913.600

Austrian Energy Agency: Evaluierung der Umsetzung des Klimaschutzprogramms (KliP) der Stadt Wien, Dezember 2008