Interessantes
- Städtisches Energieeffizienz-Programm
- Energieeffizienzstrategie von Wien Energie
- Kampagne "Feinstaub ist Deinstaub"
- Energiesparcheck
- Lexikon der Nachhaltigkeit
Materialien der Wiener Stadtwerke zur Nachhaltigen Entwicklung:
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Leiter Konzernkommunikation
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Konzern-Nachhaltigkeits-
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Energieverbrauch
Doppelte Verantwortung beim Energiesparen
Eine der entscheidenden Maßnahmen für Klimaschutz ist die Senkung des Energieverbrauchs. Den Wiener Stadtwerken kommt dabei eine doppelte Verantwortung zu: Zum einen für den eigenen Energieverbrauch, zum anderen für Maßnahmen, die unseren KundInnen beim Energiesparen helfen.
Die Reduzierung des Energieverbrauchs ist eine der Voraussetzungen zum Erreichen der österreichischen und internationalen Klimaschutzziele, denn so können die Emissionen klimaschädlicher Gase mittel- und langfristig auf ein tragfähiges Niveau gesenkt werden. Zudem verbessert ein reduzierter Energieverbrauch auch die Versorgungssicherheit.
Eigenen Energieverbrauch senken
Um den eigenen Energieverbrauch zu senken, nutzen wir modernste Technik bei unseren Anlagen, Fahrzeugen und Maschinen, etwa im Verkehr und der Verwaltung.
Energieeinsparung im Verkehrssektor
Im Verkehrssektor lässt sich bislang der größte Beitrag zum Klimaschutz durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs erreichen, weil dieser deutlich energieeffizienter ist als Fahrten mit dem Pkw. Immerhin benötigt der öffentliche Personennahverkehr in Wien nur knapp 6 Prozent des Energieeinsatzes für motorisierten Verkehrs (inkl. Schwerverkehr) in Wien. Dabei st der Anteil des motorisierten Individualverkehrs (31 Prozent) am Modal Split niedriger als der der Öffis (36 Prozent). Hierzu siehe auch unsere Seite zum Modal Split.
Dennoch gilt es auch bei den Verkehrsunternehmen selbst, den Energieverbrauch weiter zu senken.
Geschwindigkeit optimieren, Bremsenergie nutzen
Da der Antrieb den größten Anteil am Stromverbrauch aufweist, liegen beim Traktionsstrom auch die größten Einsparpotenziale. So kann etwa durch eine computerunterstützte Optimierung der Zuggeschwindigkeit energiewirtschaftliches Fahren erreicht werden. Dabei wird bei Zügen, die durch einen schnellen Fahrgastwechsel Zeit gewonnen haben, die Geschwindigkeit leicht gedrosselt. Dadurch benötigen die Züge weniger Energie, kommen aber trotzdem pünktlich an.
Alle neuen Schienenfahrzeuge (U-Bahn und Straßenbahn) sind bereits mit Energierückspeisung (Rekuperation) ausgestattet. Rekuperation bedeutet, dass beim Bremsen die Bewegungsenergie wieder in elektrische Energie gewandelt und wieder ins Stromnetz eingespeist wird. Die vorhandenen Garnituren (U-Bahn-Type U und Straßenbahn-Type E2) werden schrittweise umgerüstet. Der Umbau der U-Bahn-Züge der Type U auf Drehstromantriebstechnik, die auch ein Rückspeisen der Bremsenergie ermöglicht, wurde im Jahr 2010 abgeschlossen. Der Umbau der Straßenbahnfahrzeuge der Type E2 wird in 2011 abgeschlossen sein. (Details siehe Nachhaltigkeitsprogramm, Ziel „Erhöhung der Energieeffizienz der Schienenfahrzeuge“).
Bei den Wiener Lokalbahnen (WLB) ist die Fahrzeugreihe TW 400 bereits seit dem Jahr 2000 mit Rückspeisung ausgestattet. Die Nachrüstung der alten Fahrzeuge TW 100 würde nicht wirtschaftlich umsetzbar sein.
Die Wiener Stadtwerke arbeiten daran, auch ihren Betriebsfuhrpark energetisch zu optimieren. So werden bei Wien Energie Fernwärme seit 2010 bei Fahrzeuganschaffungen die Lebenszykluskosten und damit auch ökologische Aspekte zur Vorentscheidung systematisch einbezogen.
Energiesparlampen und LED-Signalanlagen
Um den Stromverbrauch der WLB-Stationen zu senken, wurden seit 2006 bis 2009 eine ganze Reihe an Bahnhöfen und Haltestellen auf Energiesparlampen umgerüstet. Mittlerweile wurde die Erstellung eines neuen Haltestellenkonzepts beschlossen. Dieses soll besseren Witterungsschutz gewährleisten und Energieeffizienztechnologien integrieren. Bei der Signaltechnik setzt man seit einigen Jahren auf LED-Signalanlagen, sie sind sparsamer und laufen durchschnittlich zwei Jahre ohne Störung.
Energieverbrauch in Verwaltungsgebäuden um 10 Prozent senken
Auch in der Verwaltung wollen wir unseren absoluten Energieverbrauch deutlich reduzieren. Dazu installieren wir in unseren Gebäuden moderne Anlagen, die Heizung, Klima, Lüftung und Sanitär zentral regeln und so Einsparpotenziale ausnutzen. Die Wärmedämmung unserer Gebäude soll durch den Einbau von Wärmedämmfenstern und anderen Isolierungen verbessert werden. Beim Bau des neuen Direktionsgebäudes von Wien Energie Gasnetz in Simmering haben wir 2007 bereits viele Energiesparmaßnahmen realisiert. Bei der Errichtung des Rechenzentrums Simmering im Jahr 2010 hat WienIT modernster Energieeffizienzansätze implementiert (Green IT).
Die neue Konzernzentrale der Wiener Stadtwerke in TownTown hat einen um rund 40% geringeren Energiebedarf als herkömmliche Gebäude. Erreicht wird diese Energieeinsparung unter anderem durch eine Betonkernaktivierung. Durch in die Bausubstanz eingezogene Rohre fließt Wasser, das sich bis aufs Grad genau temperieren lässt. Weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz sind die energetischen Optimierung der Gebäudegeometrie und -fassade und die Nutzung von Fernkälte, Regenwasser und des Abwärmepotentials mittels Wärmerückgewinnung. Bis 2012 sollen die Einsparungseffekte aufgrund der Übersiedelung nach TownTown überprüft werden.
Wien Energie Stromnetz plant bei der Neuerrichtung des Betriebsgebäudes Kagran im Jahr 2012 einen im Vergleich zu den derzeitig genutzten Gebäuden um rund 40 Prozent niedrigeren Gesamtenergiebedarf.
Die Wiener Linien planen die Errichtung von drei Betriebsgebäuden in energieoptimierter
Bauweise (Entwerterwerkstätte Bhf. Simmering, Großstrecke West in Rudolfsheim,
Hauptwerkstätte Simmering) bis 2013.
Energieverbrauch bei den Kundinnen senken
Wir tragen auch dazu bei, dass bei unseren KundInnen Energie gespart wird. Mehr dazu auf unserer Seite Produkte & Dienste.

