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Ökologie
Übersicht
Auf dieser Seite finden Sie Angaben zur Entwicklung folgender Daten:
- Klimarelevante Emissionen
- Strommengen Eigenerzeugung und Zukauf
- Stromerzeugung Wien Energie nach Anlagen
- Wärmeerzeugung Wien Energie nach Anlagen
- Nahwärmeerzeugung nach Anlagen
- Brennstoffeinsatz Strom- und Wärmeerzeugung Wien Energie
- Netzverluste Wien Energie
- Stromverbrauch Wiener Stadtwerke
- Eingesetzte Energieträger für Heizzwecke
- Emissionen Luftschadstoffe Strom- und Wärmeerzeugung Wien Energie
- Emissionen Luftschadstoffe Fuhrpark Wiener Linien (ohne Schienenfahrzeuge)
- Aufkommen an Abfällen
- Wasserbilanz (Frischwasser und Abwasser)
Klimarelevante Emissionen
Die größte direkte Umweltbelastung, die von den Wiener Stadtwerken ausgeht, sind die Emissionen an fossilem CO2, die zum Klimawandel beitragen. Diese werden bei der Erzeugung von Strom und Fernwärme in den mit Erdgas betriebenen Kraftwerken von Wien Energie freigesetzt.
Da Energieträgererzeugung und -verbrauch sehr eng mit der Herausforderung des Klimawandels verbunden sind, werden die entsprechenden Kennzahlen in dem Abschnitt Ökologie dargestellt. Für ein Energieversorgungsunternehmen wie Wien Energie stellen diese Kennzahlen gleichzeitig ökonomische Kennzahlen dar.
Insgesamt ist in 2010 im Vergleich zu 2009 eine Zunahme der Treibhausgasemissionen zu verzeichnen. Dies ist vor allem auf den Anstieg der Eigenproduktion - insbesondere durch die Inbetriebnahme von Simmering 1 - zurückzuführen. Der ebenfalls gestiegene Anteil der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energieträgern fällt hingegen bilanziell nicht ins Gewicht.
Unter direkte Emissionen Fuhrpark fallen insbesondere die Emissionen der ÖPNV-Busse der Wiener Linien, aber auch die Busse der Lokalbahnen sowie die Emissionen der Betriebsfahrzeuge.
Strommengen Eigenerzeugung und Zukauf
Herkunft Strom | 2010 2009/2010 | +/- | 2009 | +/- | 2008 | +/- | 2007 2007/2008 |
Eigenerzeugung in MWh | 7.354.440 | +18,9% | 6.183.432 | +16,1% | 5.324.893 | +16,6% | 4.576.764 |
Zukauf in MWh | 4.256.705 | -21,4% | 5.417.554 | -15,0% | 6.374.431 | -5,3% | 6.731.469 |
Gesamt in MWh | 11.611.145 | +0,1% | 11.600.986 | -0,8% | 11.699.324 | +3,6% | 11.308.233 |
Das Verhältnis zwischen Eigenerzeugung und Zukauf beim Strom schwankt, oftmals aufgrund sich verändernder Marktpreise. Wien Energie kauft am Großhandelsmarkt oder direkt bei einem anderen Erzeuger – vereinfacht dargestellt – Strom zu, wenn der am liberalisierten Energiemarkt angebotene Strom kostengünstiger ist als der in Eigenerzeugung mit (ebenfalls zugekauftem) Gas produzierte Strom. Es gibt weitere Faktoren, zum Beispiel wenn im Winter die Nachfrage nach Fernwärme hoch ist.
Die Zunahme der Eigenproduktion ist insbesondere auf die Inbetriebnahme von Simmering I zurückzuführen. Daraus ergibt sich auch der geringere Anteil an zugekauftem Strom. Der Rückgang der verkauften Strommenge insgesamt ist witterungsbedingt.

Stromerzeugung Wien Energie nach Anlagen
Anteil Strom aus | 2010 2009/2010 | 2009 2008/2009 | 2008 2007/2008 | 2007 |
kalorischen Kraftwerken | 89,6% | 88,40% | 86,47% | 85,54% |
Wasserkraft | 6,7% | 7,76% | 9,07% | 8,96% |
Windkraftanlagen | 1,5% | 1,55% | 1,38% | 1,25% |
Biomasse | 2,2% | 2,13% | 2,82% | 3,70% |
Abfall | 0,1% | 0,09% | 0,22% | 0,25% |
sonstigen Anlagen | 0,0% | 0,07% | 0,03% | 0,04% |
Stromerzeugung gesamt* in GWh | 7.355,2 | 6.183,4 | 5.324,9 | 4.661,4 |
*inkl. Eigenbedarf/Kraftwerke
Der weitaus größte Anteil des eigenerzeugten Stroms stammt aus Gas- und Dampfkraftwerken. Durch die Inbetriebnahme von Simmering I ist der prozentuale Anzeil des in kalorischen Kraftwerken erzeugten Stroms gestiegen.
Wärmeerzeugung Wien Energie nach Anlagen
Wien Energie nutzt vor allem Wärme aus den mit Gas befeuerten KWK-Kraftwerken, mit denen auch Strom erzeugt wird (KWK). Weiterhin entstammt ein nennenswerter Anteil an Wärme aus der Müllverbrennung (z.B. MVA Spittelau). Mit der Inbetriebnahme des Wald-Biomassekraftwerks Simmering im Jahr 2008 konnte der Anteil Wärmeerzeugung aus Biomasse erheblich gesteigert werden.
Wärmeerzeugung Wien Energie | 2010 2009/2010 | +/- | 2009 | +/- | 2008 | +/- | 2007 |
Wärmeerzeugung aus KWK in MWh | 3.881.312 | +22% | 3.176.343 | -5% | 3.353.347 | +31% | 2.561.040 |
Wärmeerzeugung aus Abfallverbrennung in MWh | 1.448.916 | -4% | 1.510.063 | +3% | 1.470.047 | +7% | 1.374.455 |
Wärmeerzeugung aus Spitzenkessel in MWh | 212.887 | -18% |
| +8% | 239.605 | +38% | 173.366 |
Wärmeerzeugung aus Biomasse in MWh | 99.962 | +12% | 88.940 | -2% | 91.009 | +7548% | 1.190 |
Wärmeerzeugung sonstige in MWh | 73.154 | +20% | 61.083 | -1% | 61.805 | +14% | 54.416 |
Summe Fernwärmeerzeugung | 5.716.231 | +12% | 5.096.064 | -2% | 5.216.179 | +25% | 4.164.467 |
Die Zahlen zur Wärmeerzeugung aus KWK (inkl. Raffinierie OMV und Biomasse) weichen von den vormals berichteten Werten aus folgenden Gründen ab: Einerseits ist die Wärmeerzeugung aus Biomasse in diesem Posten nicht mehr enthalten, sondern nun separat angeführt. Weiters ist die Wärmeerzeugung der OMV Raffinerie gemäß den aktuellen Bilanzierungsgrenzen nun beim Fremdbezug und nicht mehr bei der Erzeugung inkludiert. Wärmeerzeugung sonstige: Hier sind nur mehr die Heizzentralen enthalten, alles übrige ist Fremdbezug.
Nahwärmeerzeugung nach Anlagen
Das Konzernunternehmen Energiecomfort betreibt an mehreren Orten in Österreich und in einer Kommune in Bayern (D) Ortswärmenetze. Diese fallen in die Kategorie Nahwärme.
Nahwärmeerzeugung nach Anlagen in MWh | 2010 2009/2010 | +/- | 2009 | +/- | 2008 | +/- | 2007 |
Wärmeerzeugung aus Kesselanlagen (fossil) | 190.227 | -46,5% | 355.497 | -13,2% | 409.562 | +114,2% | 191.247 |
Wärmeerzeugung aus Biomasseanlagen | 99.043 | -46,5% | 123.269 | -94,1% | 63.503 | +338,0% | 14.497 |
Summe Nahwärmeerzeugung | 289.270 | -39,6% | 478.766 | +1,2% | 473.065 | +129,9% | 205.744 |
Brennstoffeinsatz Strom- und Wärmeerzeugung Wien Energie
Auch wenn in den letzten Jahren der Einsatz von Biomasse gesteigert wurde, stellt Erdgas nach wie vor den dominierenden Brennstoff für die Strom- und Wärmeerzeugung bei Wien Energie dar. Die Zahlenwerte in der folgenden Tabelle sind allerdings nicht miteinander vergleichar, da sie sich auf unterschiedliche Maßzahlen beziehen. Betrachtet man den eingesetzten Energieinhalt (MWh), so stammen knapp 80 % aus Erdgas (Heizwert ca. 10 MWh/1.000 m³) und rund 16 % aus Abfall (ca 2,8 MWh/t).
Energieträger | 2010 2009/2010 | +/- | 2009 | +/- | 2008 | +/- | 2007 |
Gas in 1000 Nm | 1.385.102 | +12% | 1.232.307 | +3 % | 1.199.098 | +26 % | 951.334 |
Öl in t | 35.828 | -28,5% | 50.107 | +166 % | 18.871 | +19 % | 15.868 |
Abfall in t | 899.796 | -4,6% | 943.367 | +11 % | 850.154 | +0,1 % | 849.483 |
Biomasse in MWh | 512.946 | 14,1% | 449.368 | -10 % | 501.455 | +3 % | 487.649 |
Die Daten zum Brennstoffeinsatz in der Strom- und Wärmeerzeugung für die Jahre 2006 und 2007 weichen gegenüber den zuvor berichteten Werten ab. Ursache ist insbesondere die nunmehr korrigierte Doppelzählung des Gasverbrauchs für Strom- und Fernwärmeerzeugung (analog der Korrektur der CO2-Emissionen, s.o.) sowie die Korrektur der Einheit für Biomasse.
Netzverluste Wien Energie
Die Höhe der Netzverluste ist zunächst von den jeweiligen Energieträgern abhängig. Natürlich ist auch der technische Zustand des jeweiligen Netzes ein maßgeblicher Faktor.
Netzverlsute | 2010 2009/2010 | 2009 2008/2009 | 2008 2007/2008 | 2007 |
Netzverluste Strom | 5,3% | 5,3 % | 5,3 % | 5,3 % |
Netzverluste Gas | 0,3% | 0,3 % | 0,3 % | 0,2 % |
Netzverluste Fernwärme | 8,5% | 9,2 % | 9,3 % | 9,9 % |
Die Netzverluste beim Strom entstehen hauptsächlich durch den Ohmschen Widerstand der Übertragungsleitungen. Beim Durchfließen verursacht der Strom eine Erwärmung der Leitungen, weshalb Leitungen zur Erhöhung der Kapazität auch gekühlt werden. Die Netzverluste Strom sind in den vergangenen drei Jahren konstant bei knapp über 5 % geblieben. Sie liegen damit unter den knapp 6 % Netzverlusten deutscher Stromnetze für das Jahr 2008 (Quelle: Statistisches Bundesamt (D), Juni 2009).
Im Gasnetz betragen die Netzverluste in den vergangenen Jahren konstant deutlich weniger als 0,4 % und liegen damit ausgesprochen niedrig.
Aufgrund der guten Isolierung und der Verlegung unter Erde bleiben die absoluten Verluste recht konstant; bei einem geringeren Wärmeabsatz steigt somit der relative Wert. Umgekehrt sinkt der relative Wert bei steigendem Wärmeabsatz.
Die Werte der Wien Energie Fernwärme liegen deutlich unter dem mittleren Verlust in europäischen Fernwärmenetzen, der nach der ECOHEATCOOL-Studie 2006 des europäischen Fachverbands der Fernwärmebetreiber (Euro Heat and Power) bei 12,3 % liegt.
Stromverbrauch Wiener Stadtwerke
Eigenstromverbrauch | 2010 2009/2010 | +/- | 2009 2008/2009 | +/- | 2008 2007/2008 | +/- | 2007 2006/2007 |
Eigenstromverbrauch WSTW in MWh | 485.973 | +4,2% | 466.538 | +3,4% | 451.104 | +5% | 429.296 |
Die Angaben zum Stromverbrauch umfassen im Wesentlichen den Stromverbrauch für den Betrieb der U-Bahnen und Straßenbahnen der Wiener Linien, und den Stromverbrauch in der Verwaltung. Der Eigenstromverbrauch der Kraftwerke von Wien Energie ist in diesem Wert nicht enthalten. Die Zunahme des Stromverbrauchs seit 2007 ist vor allem auf die Verlängerung der U-Bahn-Linie U2 sowie die Ausstattung unserer Fahrzeuge mit mehr Technik zur Optimierung der Barrierefreiheit und des Komforts (Beheizung, Klimatisierung) zurückzuführen.
Eingesetzte Energieträger für Heizung
Zur besseren Vergleichbarkeit der eingesetzten Energieträger wurden alle Werte auf Energiegehalt in MWh bezogen.
Verbrauchter Energieträger in MWh | 2010 2009/2010 | +/- | 2009 2008/2009 | +/- | 2008 2007/2008 | +/- | 2007 |
Energieverbrauch | 68.909 | -10,1% | 76.618 | +9,7% | 69.846 | +12% | 62.388 |
Betriebsverbrauch | 49.269 | -10,4% | 11.312 | +2,6% | 11.026 | +4,4% | 10.566 |
Energieverbrauch | 86 | -92,0% | 1.074 | +50,2% | 715 | +25,2% | 571 |
Heizöl in MWh | 3.487 | 0,0% | 3.487 | -42,4% | 6.051 | +34,0% | 4.514 |
Summe Heizenergie- | 121.751 | +31,6% | 92.490 | +5,5% | 87.638 | +12,3% | 78.039 |
Emissionen Luftschadstoffe Strom- und Wärmeerzeugung Wien Energie
Auch Kraftwerke setzen Feinstaub, Stickoxide und weitere Luftschadstoffe frei, wobei deren Anteil an der Gesamtimmission im Vergleich zu den verkehrsbedingten Emissionen aufgrund fortgeschrittener technologischer Entwicklungen inzwischen recht gering ist. Die Reduktion der SO2-Emissionen in den Berichtsjahren 2007 und 2008 gegenüber 2006 ist darauf zurückzuführen, dass Wien Energie Wienstrom in diesen Jahren keine Ölfeuerung betrieben hat.
Schadstoffemission in Tonnen | 2010 2009/2010 | +/- | 2009 2008/2009 | +/- | 2008 2007/2008 | +/- | 2007 2006/2007 |
SO2 in t | 70 | -62,4% | 186 | +45,3% | 128 | +0,7% | 127 |
NOx in t | 1.194 | +12,0% | 1.066 | -20,6% | 1.343 | +2,7% | 1.380 |
Emissionen Luftschadstoffe Fuhrpark Wiener Linien (ohne Schienenfahrzeuge)
| 2010 2009/2010 | +/- | 2009 | +/- | 2008 | +/- | 2007 2006/2007 |
Methan in t | 4,3 | -12,8% | 5,0 | +5,5% | 4,7 | +2,2% | 4,6 |
Nicht-Methan- | 10,3 | +1,8% | 10,1 | +7,6% | 9,4 | +5,6% | 8,9 |
Feinstaub in t | 1,6 | -10,4% | 1,7 | -3,6% | 1,8 | -5,3% | 1,9
|
Abgasemissionen der Busflotte der Wiener Linien
| 2010 2009/2010 | +/- | 2009 | +/- | 2008 | +/- | 2007 2006/2007 |
Feinstaub-Partikel (PM10) | 36,6 | -22,8% | 47 | -4,9% | 49,4 | -8,7% | 54,1 |
NOx | 4,8 | - | 4,8 | +6,7% | 4,5 | +9,8% | 4,1 |
Aufkommen an Abfällen
Bei den ungefährlichen Abfällen sind sehr große Unterschiede zu letztem Jahr vorhanden, das liegt großteils daran, dass nun Baustellenabfälle und Bodenaushub enthalten sind. Die geringeren Abweichungen der Vergangenheitswerte bei den anderen Abfallgruppen dürften auf die geänderten Bilanzierungsgrenzen zurückzuführen sein.
Abfallaufkommen pro Jahr in Tonnen | 2010 2009/2010 | +/- | 2009 | +/- | 2008 2007/2008 | +/- | 2007 |
gefährliche Abfälle | 10.456 | -15,9% | 12.436 | +1,9% | 12.201 | +57% | 7.777 |
nicht gefährliche Abfälle (ohne Altstoffe) | 296.385 | -4,0% | 308.859 | +22,2% | 252.720 | -20% | 314.601 |
Altstoffe (stofflich verwertet) | 10.314 | -5,0% | 10.861 | +0,7% | 10.781 | -35% | 16.672 |
Wasserbilanz (Frischwasser und Abwasser)
Die von 2008 auf 2009 gestiegene Wasserentnahme aus dem Netz ist auf die Arbeiten am Kraftwerk Simmering I zurückzuführen. Durch die Inbetriebnahme des Kraftwerks Simmering I in 2009 ist seitdem die Nutzung von Flusswasser als Kühlwasser gesteigen. Bei den Wiener Linien ist ein kontinuierlicher Rückgang des Wasserverbrauchs zu verzeichnen.
Wasser in 1.000 Kubikmeter | 2010 2009/2010 | +/- | 2009 | +/- | 2008 | +/- | 2007 |
Wasserentnahme | 2.548 | -10,3% | 2.841 | -11,4% | 3.205 | +10,4% | 2.904 |
Wasserentnahme | 834 | -25,7% | 1.122 | +82,0% | 617 | +0,8% | 612 |
Flusswasser | 384.032 | +45,9% | 263.178 | +17,9% | 223.151 | +9,2% | 204.268 |
Abwasser in | 309 | -33,7% | 466 | +2,3% | 455 | +17,3% | 388 |
Abwasser Direkteinleitung in 1000m3 | 218 | -67,3% | 665 | +187,8 | 231 | -10,8% | 259 |

