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Versorgungssicherheit

Sichere und zuverlässige Versorgung mit Energie

Wien Energie und die Wiener Netze garantieren eine dauerhafte, sichere und von Störungen weitgehend freie Versorgung der Wiener Bevölkerung mit Strom, Gas und Wärme.

Bei der Energieversorgung wollen private wie gewerbliche KundInnen vor allem Versorgungssicherheit. Bei Bedarf soll immer ausreichend Strom, Gas oder Wärme zur Verfügung stehen.

Für die Versorgungssicherheit mit Strom ist ein stabiler Betrieb der Verteilnetze besonders wichtig. Defekte oder überlastete Hochspannungsleitungen oder Störfälle in Umspannwerken können zu großflächigen Stromausfällen führen. Darum muss für einen geregelten Betrieb des Stromnetzes und eine regelmäßige Instandhaltung (Inspektion, Wartung, Instandsetzung) von Stromleitungen, Umspannwerken und weiterer Infrastruktur gesorgt werden. Zudem muss das gesamte System gegen äußere Eingriffe abgesichert werden. Diese Erfordernisse gelten gleichermaßen auch für Gasnetze und Fernwärmenetze.

Eine der sichersten Stromversorgungen Europas

Die Stromversorgung Wiens gehört zu den sichersten in ganz Europa. Die Nichtverfügbarkeit der Stromnetze in Wien liegt seit mehreren Jahren bei unter 40 Minuten im Jahr. Die häufigsten Störungsursachen im Stromnetz im Versorgungsgebiet der Wiener Netze sind Fremdbeschädigungen (z.B. Bagger) oder netzbetreiberinterne Fehler (z.B. Fehlschaltungen, Überlastung). Der Anstieg im Jahr 2013 um 6 auf 39 Minuten ist auf die extremen Wetterkapriolen wie das 100-jährige Hochwasser und starke Vereisungen zurückzuführen.

Um die Stromversorgung weiterhin sicher und kostengünstig zu gewährleisten, haben wir eine ganze Reihe an Maßnahmen getroffen. So wurden neue Netzkonzepte umgesetzt, die zum Beispiel durch mehr kleinere Umspannwerke kürzere Leitungslängen und dadurch eine einfachere Betriebsführung ermöglichen.

Der hohe Anteil an Erdkabeln – rund 83 % – stellt ebenfalls ein wichtiges Qualitätsmerkmal der Versorgungssicherheit dar, da witterungsbedingte Störungen so weitgehend ausgeschlossen sind.

Sicherheit durch modernes Gasnetz

Um eine sichere Erdgasverteilung zu gewährleisten, wird das Verteilernetz regelmäßig überprüft. So werden jährlich mehr als 50 Prozent des gesamten Netzes einer Inspektion durch die Rohrnetzüberwachung unterzogen.

Ein 24-Stunden-Störfalldienst mit speziell ausgebildeten MitarbeiterInnen und der erforderlichen Ausrüstung sorgt für eine rasche Abwehr und Behebung von Störungen in der Erdgasverteilung, aber auch in Erdgas-Kundenanlagen.

Nicht zuletzt sind laufende Investitionen erforderlich. Das Ergebnis dieser Maßnahmen kann unter anderem an der durchschnittlichen ungeplanten Ausfallszeit im Gasnetz abgelesen werden. So lag die durchschnittliche ungeplante Ausfallszeit im Gasnetz im Jahr 2013 wie im Jahr zuvor bei unter 2 Minuten pro Zählpunkt.

Versorgungssicherheit durch Speicher

Um die Versorgung mit Gas bei Lieferengpässen, Versorgungsausfällen und Leistungsspitzen zu gewährleisten, wird das Erdgas gespeichert. Lieferengpässe können beispielsweise durch politisch-ökonomische Konflikte wie etwa die zwischen Russland und der Ukraine (2006 und 2009) oder Weißrussland (2007) zustande kommen.

Gasversorger müssen die Versorgung auch dann gewährleisten, wenn extreme Temperaturen und Spitzenverbräuche auftreten. Die österreichische Regulierungsbehörde E-Control überprüft daher regelmäßig, ob die Versorgungsunternehmen die Vorgaben der EU-Versorgungssicherheitsverordnung erfüllen.

Die Gasspeicher in Wien gehören der Wiener Erdgasspeicher GmbH, eine 100%-Tochter der Wiener Netze GmbH. Ende 2011 wurden die Kugelspeicher am Standort Leopoldau durch einen Röhrenspeicher abgelöst. Dieser besteht aus einem Bündel von parallel erdverlegten Stahlrohren, in denen Erdgas unter hohem Druck gelagert wird. So lassen sich größere Gasmengen auf relativ geringem Raum speichern. Bei plötzlich auftretendem Mehrverbrauch, etwa bei einem Kälteeinbruch, können dann sehr große Mengen Erdgas schnell an Haushalte abgegeben werden. Der Röhrenspeicher der Wiener Erdgasspeicher kann zu Verbrauchsspitzen bis zu 100.000 Kubikmeter Erdgas pro Stunde abgeben.

Zuverlässige Fernwärmeversorgung

Die durchschnittliche Unterbrechungsdauer der Fernwärmeversorgung beträgt rund 5 Stunden pro Jahr und die Nichtverfügbarkeit belief sich 2013 auf 37 (2012: 50) Minuten pro Jahr. Da Heizungssysteme relativ träge sind und Gebäude nur langsam auskühlen, wird die Unterbrechung der Fernwärmezufuhr von den KundInnen meist kaum oder falls doch, dann erst mit Verzögerung bemerkt.

Bedeutung der Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz

Auch Erneuerbare Energieträger sind nicht immer und überall verfügbar. Sonnen- und Windenergie sind vom Standort, von der Tageszeit und vom aktuellen Wetter abhängig. Wasserkraft ist ebenfalls vom Klima abhängig (Niedrigwasser). Auch der Ertrag von Biomasse hängt vom Klima und weiters von der Verfügbarkeit und Produktivität der Flächen ab. Außerdem steht der Anbau von Energiepflanzen und von Nahrungsmittelpflanzen in Konkurrenz zueinander. Daher muss der Energieverbrauch insgesamt deutlich gesenkt und Energie effizienter genutzt werden. Weitere Informationen finden sie auf den Seiten zu Energieeffizienz und zur Erzeugung aus Erneuerbaren Energien.